Einen Job, den man sich nicht leisten kann


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Ich habe mich beim Einkaufen nett mit einem jungen Pärchen unterhalten. Dabei kam heraus, dass die beiden auf der Suche nach Arbeit sind, aber trotz abgeschlossener Ausbildung keine annehmbare Arbeit finden.

Alle Angebote des Jobcenters und des freien Marktes boten Gehälter und Arbeitsbedingungen, die sich die beiden nicht leisten können, ohne am langen Arm zu verhungern. Sie berichteten mir von weit über 200 Bewerbungen, von denen über die Hälfte ohne Rückmeldung geblieben sind. Ich hoffe, dass die Beiden bald eine positive Rückmeldung erhalten.

Warum erzähle ich das?

Genau, weil hier in diesem Fall das bedingungslose Grundeinkommen der Problemlöser wäre und die Beiden dann in Lohn und Brot stehen würden.

So wie den Beiden geht es vielen Menschen in Deutschland, was die Politik nicht wahr haben möchte. Da sind noch die Menschen, die bereits eine Arbeit haben und dennoch nicht davon leben können. So wäre es den Beiden wohl auch ergangen, wenn Sie eines der Angebote angenommen hätten. Wie kann es sein, dass man trotz Vollzeitjob nicht genug Geld zum Leben hat?

Daher finde ich es super, dass sich auch einige Arbeitgeber zu dem Thema gemeldet haben. Sie würden größtenteils das bedingungslose Einkommen begrüßen, nicht um Dumpinglöhne zu manifestieren, sondern vielmehr um überhaupt konkurenzfähig zu sein, weil sie keine höheren Löhne zahlen können. Diese Zweige sind beileibe keine Einzelfälle.

Wenn ich da in der Politik höre „Arbeit muss sich wieder lohnen“ , dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Weltfremd könnte man dazu sagen. Ich sage, dass die Damen und Herren anscheinend gar nicht mehr wissen, was in ihrem Land geschieht. Hier kann ich als Nachweis dafür wiedermal das Wahlergebnis der Bundestagswahl 2017 anführen.

Arbeitswelt 2.0

In der fortschreitenden Digitalisierungswelt ist bald kaum noch Platz für Menschen, denen es nicht vergönnt ist, sich mit einem Masterabschluss zu präsentieren. Da ist es wenig verwunderlich, dass man über Robotersteuern nachdenken muss.

Der Wert der Arbeit darf nicht mehr ausschließlich in Lohn bemessen werden. Sonst müßte eine Putzfrau weitaus mehr Geld verdienen, als ein Mensch in einer Führungsposition.  Der Wert ihrer Leistung ist wesentlich höher anzusehen, da diese Führungsperson sonst im Dreck arbeiten würde oder selber putzen müßte. Die Reinigungskräfte haben, bei dem was ich in manchen Firmen gesehen habe, meinen vollsten Respekt für die Arbeit die sie leisten. Nur ist der Job nicht gerade das, was man als repräsentativ bezeichnet.

Die Arbeit muss gerade bei den „niederen“ Arbeiten anders bewertet werden, als über den Lohn. Im Übrigen bin ich zwar ein Verfechter des Mindestlohnes, aber der ist viel zu gering ausgefallen, ohne einen Einkommenssockel als Sicherheit. Daher muss das bedingungslose Einkommen in Deutschland Thema sein und schnell umgesetzt werden.


  1. r#OBI#n ketelaars

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  3. Birgit Scheerenberge

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